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BLEISURE Remote Work

Mein Leben als Bleisure Traveller … Barbara Schöneberger

Barbara Schöneberger ist eine der bekanntesten deutschen Fernseh- und Hörfunk-Moderatorinnen, sie ist Entertainerin, Schauspielerin und Sängerin. Wir sprachen mit ihr über keine Lust auf Spleens, verblasstes Fernweh und Koffer.

Barbara, wie wichtig ist Reisen für Dich?

Sehr wichtig, weil ich sonst meinen Beruf nicht ausüben könnte. Ich habe lange gebraucht, um innerlich zu verstehen, dass man meinen Job nicht an einem Dienstagvormittag von zuhause aus machen kann.

Reist Du mehr beruflich oder privat? Hast Du eine Lieblings-Airline?

Privat reise ich so wenig wie möglich. „Ich fliege auf irgendeinen anderen Kontinent“ – das ist nicht so mein Ding. Meine Reiselust bzw. mein Fernweh ist über die Jahrzehnte stark verblasst. Ab und zu reise ich schon noch, aber ich versuche eigentlich privat so viel wie möglich zuhause zu bleiben – mit Berlin, Österreich und Schweden habe ich aber auch das große Glück, drei ganz tolle „Zuhause“ zu haben.

Beruflich muss ich natürlich gefühlt jeden Tag ein kleines Köfferchen packen und irgendwo hinfahren, am allerliebsten mit dem Zug innerhalb von Deutschland. Wenn es nicht anders geht, dann nehme ich das Flugzeug. Für Strecken, die deutlich über fünf Stunden Fahrzeit sind, sowieso.

Eine Lieblings-Airline habe ich nicht. Vor kurzem bin ich aber ausnahmsweise mit der Familie privat nach New York geflogen und saß seit sehr langer Zeit mal wieder in so einem richtig komfortablen Flugzeug, daran könnte ich mich schon gewöhnen.

Arbeitest Du mobil auf Deinen Reisen?

Also, ich gestehe es jetzt: Ich mache nie den Flugmodus an. Ich schreibe, schicke SMS und surfe bei Pinterest so lange es geht, und wenn irgendwann mal der Funk (soll ja auch in der Bahn vorkommen) abbricht, dann gebe ich kurz Ruhe bzw. bereite ich mich auf die Veranstaltung vor, zu der ich unterwegs bin. Ganz toll ist die Rückreise, da bin ich dann völliger Instagramer oder ich häkle. Ein technisches Device ist auf Reisen in jedem Fall immer dabei.

Du hast gerade eine eigene Koffer-Linie entworfen. Wie ist es zur Zusammenarbeit gekommen?

Sie besteht schon mehrere Jahre, und wir haben von Anfang an gespürt, dass hier zwei Partner zusammenkommen, die beide etwas in diese Verbindung reingeben können: Travelite mit der Power und dem Know-how, was ein Koffer grundsätzlich braucht, sowie dem Vertriebsnetzwerk – und ich, die eigentlich einen ganz guten Geschmack hat und natürlich am besten weiß, wie so ein Koffer designt sein muss, dass er mir und den Leuten, die mich mögen, Spaß macht und stylish ist. Für mich persönlich hätte eine Handgepäckkollektion gereicht, da ich fast nie einen Koffer aufgebe. Aber zum Glück weiß Travelite, dass die meisten Menschen gerne größere Koffer haben, und so konnten wir gemeinsam etwas für alle Bedürfnisse entwickeln.

Was muss Reisegepäck für Dich haben?

Ich mag es gerne, wenn da nicht zu viel “Gefiddel” dran ist, nicht zu viele Reißverschlüsse und Täschchen. Ich will, dass es schick ist und trotzdem anders aussieht als alles andere, das da in der Gepäckablage oder auf dem Gepäckband liegt. Vom Material her kann man Koffern viel mehr zutrauen, als ich dachte. Ich hatte in meinen Kollektionen schon Samt- und Filzkoffer und jetzt gerade einen, der aussieht wie eine aus Satin gesteppte Chanel-Tasche. Dabei sind alle Modelle immer gleichermaßen belastbar.

Was wünschst Du Dir bei Business-Hotels?

In Business-Hotels ist es oft nicht mehr selbstverständlich, dass einem ein Kaffee oder gar das Frühstück aufs Zimmer gebracht wird. Ich liebe es nämlich, mit einer Tasse Kaffee im Bett zum
500. Mal „die strengsten Gefängnisse Amerikas“ auf einem Doku-Kanal anzugucken. Ansonsten habe ich keinerlei Sonderwünsche, ich könnte auch neben dem Aufzug schlafen. Wenn ich schlafe, schlafe ich.

Spleens? Was ist immer dabei?

Gar nichts. Ich finde es absolut albern, mit eigenem Material zu reisen. Ich bin eine Nacht im Hotel. Wenn man einmal anfängt, sich Must Haves anzugewöhnen, dann kommt man aus der Nummer nicht mehr heraus, wie: Wenn ich nicht mein Shampoo habe, drehe ich durch, oder wenn nicht eine 40er Glühbirne in der Lampe steckt, bin ich nicht gut drauf – das ist mir alles völlig wurscht. Wirklich! Ich freue mich, wenn es eine Bodylotion gibt, aber manchmal ist das in Hotels auch schon gestrichen, so dass ich schon mein teures Augenserum auf die Beine geschmiert habe. Aber, ich bin wirklich komplett unkompliziert und möchte es auch sein.

Bist Du im Urlaub immer ­online? Wählst du Hotels nach funktionierendem WIFI aus?

Ich bin glücklicherweise im Urlaub meist in meinen eigenen Ferienhäusern und – weder privat noch beruflich – im WIFI, da das 5G-Netz, meiner Meinung nach, immer schneller ist, als irgendein öffentliches WIFI. Ich verlasse mich also darauf, dass die grundsätzliche „Net coverage“ stabil ist. Und wenn nicht, umso besser, dann widme ich mich anderen Dingen.

Lieben Dank für das Gespräch, liebe Barbara!

 


Barbara Schöneberger ist ein echtes Multitalent. Ob als TV-Moderatorin: „Verstehen Sie Spaß?“, ARD, „Denn Sie wissen nicht, was passiert“, RTL oder als Namensgeberin und Host des digitalen Radiosenders „barba radio“ mit der Erfolgsshow „Mit den Waffeln einer Frau“ begeistert sie seit Jahrzehnten das deutschsprachige Publikum. Die von BARBARA designte Koffer-Kollektion von Travelite gibt es u. a. in den Luft­hansa-Shops und bei Miles & More.

Foto: Barba Box, Travelite