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LEISURE

Mein Leben als Bleisure Traveller

Morgens das Land kennenlernen, nachmittags vollmotiviert die Arbeit beginnen – Bleisure-Reisen sind fest in meinen täglichen Ablauf integriert.Werner Laske, Geschäftsführer von Wela

Von überall aus arbeiten – für Werner Laske ist das gelebter Alltag. Der Deutsche lebt auf Gozo und hat hier den Sitz seiner Web-Marketing-Firma Wela. Immer wieder ist er über Monate in der Welt unterwegs. Wir sprachen mit ihm über Radtouren um den Flughafen von Bangkok, Internet-Speed-Tests und Hotel-Lounges statt Co-Working.

Herr Laske, wie genau muss man sich Ihr Arbeits-Leben vorstellen?

Werner LaskeWenn ich nicht in meinen Büros auf Gozo oder in Hamburg bin, arbeite ich für meine Kunden, die vorrangig im deutschsprachigen Raum sind, in Hotels auf der ganzen Welt. Vor allem in Asien bin ich mehrere Monate im Jahr unterwegs, weil mir die Zeitzonen am liebsten sind. Hier bereite ich die Kunden-Updates in den Hotel-Lounges vor, die wie exklusive Co-Working-Spaces mit F&B-Service ausgestattet sind – für mich besser, als einen Co-Working-Platz zu buchen. Oft bin ich zum Beispiel in Kuala Lumpur und dort gern im Le Méridien in Sentral oder im Sheraton Imperial. 

Wieviel Bleisure findet auf diesen Reisen statt?

Von Kuala Lumpur aus reise ich an den Wochenenden gern nach Langkawi, an die Desaru Coast oder nach Mulu auf Borneo in den Regenwald. Alles schnell erreichbar, auch in Medan oder Singapur ist man in einer Stunde.

Als ich 2018 einen Monat im Sheraton in Kōbe lebte, besuchte ich jeden zweiten Tag schon vor 8 Uhr lokale Ziele. Mal habe ich eine Fahrradtour in Osaka gemacht, mal einen Kurztrip nach Kyoto. Um 15 Uhr Lokalzeit und 9 Uhr deutsche Zeit war ich in der Regel wieder im Hotel und arbeitete bis Mitternacht – voll motiviert, weil ich tagsüber so viele neue Eindrücke gewonnen hatte.

Auch in Bangkok ging es mir so. Hier habe ich mich mit meinem Rennrad jeden morgen per Hotelbus zur Sky Lane Suvarnabhumi bringen lassen und bin zwei Runden die Radrennstrecke rund um den Flughafen von Bangkok á ca. 23 km gefahren. In Neuseeland habe ich sogar noch zwei Stunden später gearbeitet und konnte den ganzen Tag etwas unternehmen. Das erfordert aber viel Selbstdisziplin.

Schwieriger sind Zeitzonen wie in Vancouver. Als ich hier einen Monat lebte, musste ich um Mitternacht die Arbeit beginnen und hatte ab 11 Uhr morgens Zeit zum Herumfahren. Aber vor allem an den Wochenenden besuchte ich hier interessante Ziele wie Vancouver Island oder die Sunshine Coast. Beide sind mit der Fähre erreichbar, viel habe ich hier über Airbnb gebucht.

Wie suchen Sie Ihre Hotels aus, in denen Sie arbeiten und von denen Sie aus reisen?

Ich habe durch das viele Unterwegssein bei Marriott den Ambassador-Status mit persönlicher Assistentin. Das macht mir das Reisen um einiges einfacher, indem ich zum Beispiel einchecken kann, wann ich will. Wichtig sind mir bei der Hotelauswahl die Lounge und die Fitnesseinrichtung. Doch entscheidend ist die Internetgeschwindigkeit im Hotel. Wenn ich als Weboptimierer von überall arbeite, brauche ich schließlich verlässliche Leitungen, denn ich habe mit meinen Kunden jeden Tag Websessions. Schon Wochen vorher nehme ich daher mit den potenziellen Hotels Kontakt auf und lasse Speed-Tests durchführen. Etliche Hotels fallen hierbei in der Regel durchs Raster, obwohl sie mir ihren vollen Speed geben.

Was sind Ihre nächsten Arbeitsziele und Bleisure-Pläne?

Demnächst bin ich wieder in Malaysia unterwegs, speziell im Norden Borneos, in Kota Kinabalu. Hier ist alles sehr modern, was man bei der Erwähnung von Borneo erstmal gar nicht vermutet. Danach geht es nach Seoul und anschließend mit dem „Bullet-Train”, dem Korea Train eXpress, nach Busan in den Süden des Landes – um die Internetgeschwindigkeit braucht man sie hier keine Gedanken zu machen. Zudem möchte ich aber auch noch ein paar Nahziele wie Jordanien zum Arbeiten und für Bleisure-Reisen besuchen.


Sylvie Konzack …

hat bisher selten solch einen Vollblut-Bleisure-Traveller getroffen und beneidet ihn ein bißchen für die Möglichkeit, so konsequent überall auf der Welt zu leben und zu arbeiten. Die Hotels wiederum werden seine Internet-Speed-Tests fürchten.

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Fotos: Werner Laske

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