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Rom unter Römern

“Die ewige Stadt ist zurück und übt sich wieder erfolgreich in Dolce Vita! Grazie Mille!“ Kai Böcking

Nach den langen Corona-Nicht-Reise-Wochen muss die Pizzeria an meiner Ecke erstmal zurückstecken. Ich will in Rom, im Anschluss an den ersten Business-Termin, wieder das richtige Italien erleben mit echten Spaghetti Carbonara – und bleibe vor Ort tatsächlich fast allein unter Römern. Was für ein Erlebnis für vielreisende Geschäftsreisende! 

Die „Eternal City“ verkündete am 3. Juni 2020 ihr Comeback, und ich fliege bereits zwei Tage später von München über Frankfurt aus hin. Einen Flug zu bekommen, war kein Problem. Auch wenn ich allen Business Travellern Einzelheiten erspare, in diesen Tagen mit der Lufthansa zu fliegen. Zu grausam! Problematischer in der Organisation war es dagegen, ein offenes Hotel zu finden. Sämtliche Versuche, bei den Platzhirschen zu buchen, scheiterten. „Nicht – oder noch nicht auf“, hieß es. „Wir wollen langsam wieder hochfahren.“ Zeitweise wurde ich auf den Herbst vertröstet. Die ewige Stadt hat auf und keiner soll hin?

Zum Glück gibt es Hotels wie das St. Regis Rome, das schon immer eine erstaunliche Standfestigkeit in Krisenzeiten bewies – seit 1894, als das Hotel zum ersten Mal seine Fünf-Sterne-Türen öffnete und seitdem keinen einzigen Tag geschlossen war. Nicht während der zwei Weltkriege, vieler Umbauarbeiten und erst recht nicht während der Corona-Krise.

Wir waren immer da, und werden es bleiben“, erklärt mit sichtlichem Stolz der smarte Director of Sales Marketing Claudio Cadeddu, auch wenn das Haus nahe der Piazza della Repubblica in den letzten Lockdown-Monaten natürlich auch Federn lassen musste. Die Römer waren über Wochen zur Untätigkeit verbannt, viel, viel strikter als zum Beispiel in Deutschland. Das Marriott-Hotel rettete sich über die Zeit mit vielen diplomatischen Gästen und den wenigen Geschäftsreisenden, die auf einen eingeschränkten Service, aber nicht auf das prächtige Haus verzichten wollten. Bis Ende Juni will das St. Regis wieder komplett geöffnet sein, dann auch mit der neuen Lumen-Garden-Attraktion: der Bar und dem Restaurant im stillen, dicht bewachsenen Innenhof.

St. Regis Rom Lobby

Gleich zwei Kunstausstellungen

Als ich ankomme, ist der Bell Boy immer noch, Distanz wahrend, vorsichtig mit dem Gepäck. Die Rezeption ist nur spärlich besetzt, Bars und Restaurants sind geschlossen – aber die 2018 restaurierte Lobby macht trotzdem eine „Bella Figura“. Hell, klassisch, umwerfend hohe und luftige Decken, der älteste Ballsaal der Stadt mit Decken, Fresken – und mit aktuellen Ausstellungen zweier internationaler Künstler im Hotel: des chinesischen Kunst-Duos Sun Yuan & Peng Ju sowie des Kubaners José Yaque. Andere Hotels mit großem Namen nehmen in Rom in diesen Tagen nicht mal das Telefon ab!
Auch die Zimmer sind erstaunlich groß für die Stadt. Helle Farben (in meinem Fall die hellblaue Variante), nagelneue Bäder und Kunst am Bettende. Das Frühstück – mit heißem Cappuccino – wird in 20 Minuten am oder im Bett serviert.

Allein in Rom

Doch das Haus hat längst verstanden, wie man den „Wiederreisenden“ die ganze Stadt mit sicherer Leidenschaft zu Füßen legen muss. Als Bleisure vom Feinsten und 2.0-Version eines Grandhotel-Services, wie ich finde.
Dafür werde ich Alessio anvertraut, einem Reiseführer aus Rom durch Rom mit mehreren Sprachen im Gepäck. Monatelang hat er keine Gäste durch Vatikan, Colosseum und Co. an den Schlangen der Pauschaltouristen vorbei lotsen können. Jetzt führt er mich zu Fuß durch seine Stadt, die nahezu frei von Touristen ist.
Wir sehen keine bunten, asiatischen Gruppen-Fähnchen, keine Schlangen an den vielen Hot Spots, keine Souvenirverkäufer mit aufklappbaren Holztellern und garantiert echten Handtaschen. Stattdessen einen einsamen Petersplatz und eine noch einsamere Fontana di Trevi. Wir schlendern durch Rom, trinken Kaffee und genießen eine leere Stadt, in der außer italienischen, frohgelaunten Worten kein babylonisches Sprachgewirr herrscht. Herrlich!

Weg vom größer, weiter, luxuriöser

Der Trip mit Alessio ist eines der neuen Erlebnispakete, die das St. Regis ab sofort unter dem Slogan „Slow Travel“, „R(h)OME“ und „Italian Genius“ seinen Gästen anbietet – als zeitloses Reisen durch private Orte, Paläste und Kunstplätze. „Wir wollen weg vom immer größer, weiter, luxuriöser. Wir wollen unseren Gästen das echte kulinarische, traditionelle und kulturelle Rom zeigen“, so Claudio Cadeddu. Und deshalb endet die zweistündige Tour mit Insider Alessio über römische Geschichte, Intrigen und Geheimtipps in einem traditionellen römischen Restaurant. Alessio sagt hier „Ciao“. Das Team des „Pierluigi“ auf der Piazza de Ricci übernimmt. Ihr Lunch oder Dinner sind Teil des Slow Travel-Pakets, zugleich das Restaurant Kooperationspartner des St. Regis, vor allem wenn die eigene Gastronomie noch geschlossen ist. Und so gilt es: Maske ab, frischen Fisch zu gutem, kalten Wein genießen und die Sonne scheinen lassen. Ja, La Dolce Vita ist zurück.

Überhaupt: Die Menschen in Rom scheinen erstaunlich schnell wieder zurückzufinden – in einen entspannten Umgang mit den Einschränkungen, die die Krise auch hier ausgelöst hat. Die Straßencafés sind, mit ein wenig Abstand zwischen den Tischen, wieder gut gefüllt. Viele Geschäfte, Bars und Restaurants öffnen vorsichtig wieder.

Rom in diesen Tagen ist ein Traum. Langsam, entspannt, mit klarer Luft und in allem unglaublich zuvorkommend und aufmerksam. Fast könnte man meinen, sie mögen uns doch, die Italiener.
Ach ja, die Carbonara! Die gibt es original im „Rosso Eat Drink Stay“ in der Viale Aventino, gar nicht weit vom Colosseum. Knuspriger Speck, feinste Nudeln, frischer Käse und ein frisches Eigelb, das der Chef dem Klassiker persönlich als Finish zufügt. Schön Rom, dass Du wieder da bist. Wir haben Dich vermisst.


Kai Böcking …

hat Rom noch nie so erlebt und ist noch immer völlig fasziniert! Ähnliches muss in diesen Tagen auch in Venedig, Paris oder Barcelona zu erleben sein. Für Vielreisende einmalige Erfahrungen und Reisen in dieser besonderen Zeit, ohne dass man sich unsicher fühlen muss.

 

Auf einen Blick

Anreise: Rom wird von diversen Airlines angeflogen und ist auch nach und nach mit dem Zug aus verschiedenen Städten in Europa wieder erreichbar. Das Hotel befindet sich zentral nahe der Piazza della Repubblica und des Quirinalspalast.

Hotel: César Ritz hatte 1894 das Gradhotel eingeweiht. Ende 2018 wurde das St. Regis Rome durch das Innenarchitekturstudio Pierre-Yves Rochon komplett restauriert. Die 138 Zimmer und 23 Suiten bilden einen Mix aus Empire-, Regency- und Louis-XV-Stil. Die Lobby mit dem 5 Meter hohen Kronleuchter geht in den historischen Innenhof und Wintergarten über. Zu den weiteren Highlights des Grandhotels zählen der Ritz Ballroom als Roms erster öffentlicher Ballsaal, die Bibliothek und seit 2020 die Galleria Continua. Ab Juni 2020 präsentiert sich das Restaurant Lumen, Cocktails & Cuisine auch neu im dicht bewachsenen Innenhof.

Adresse: The St. Regis Rome, Via Vittorio E, Via Vittorio Emanuele Orlando, 3, 00185 Roma RM, Italien, +39 06 47091

Fotos: © Böcking, The St. Regis Rome/Hamel (1. Foto), The St. Regis Rome/Eric Laignel (3. u. 4. Foto), 

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