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BLEISURE Remote Work

Nina in Nomad Land, Teil 2: Loslassen & Leben in Südafrika

„Reisen und Arbeiten, ohne einen festen Wohnsitz zu haben – und das mit einem über zwölfjährigen Kind? Seit Monaten leben wir das Konzept und waren inzwischen auch in Südafrika zwischen Safari, Family & Work unterwegs.“ Nina Winkler, Journalistin und Fitnesstrainerin

Nach Thailand und zwei Wochen Zwischenstopp im „Hotel Mama“ nahe München ging es im Dezember weiter nach Südafrika: vier Monate Strand, Remote Work, Surfen in Kapstadt und an der East Coast. Diesmal hatten wir die Hürde ein Stückchen höher gelegt und unser Hund kam mit, auch wenn der Papierkram dafür groß war. Wir waren schon oft in Kapstadt, haben hier Verwandtschaft, was letztlich natürlich die Ausgaben in Grenzen hält.
Doch wir waren auch, wie viele hier, bis zu zwölf Stunden täglich ohne Strom: Loadshedding werden die gezielten Blackouts genannt, die das Stromnetz vor dem kompletten Zusammenbruch bewahren sollen. Wenn man keine Unterkunft mit Solaranlage oder Generator hat, ist der einzige Ausweg, regelmäßig alle Akkus zu laden. Wir hatten unseren mobilen Router dabei, der bei leeren Akkus von einer Powerbank gespeist werden kann. Auch Stirnlampe und tragbare Lampen wurden ständige Begleiter. Um Online-Schule und Arbeit zu meistern, verfolgten wir die wichtigsten Lektionen: Immer schön die Uhr stellen und einen groben Aktionsplan im Kopf haben: Wann will ich waschen, kochen, texten? Und was kann ich in die stromlose Zeit verlegen?
Bruno ging in dieser Zeit jedenfalls viel mit mir joggen.

 

Elephant Park Addo, Südafrika

Zurück zu den schönen Seiten des Nomadenlebens …

Weihnachten feierten wir bei Verwandten im beschaulichen Fischerdorf Hout Bay nahe Kapstadt. Der Blick auf die Bucht ist atemberaubend und an der Verbindungsstraße zum Kap, am Chapman’s Peak, wurden schon viele pittoreske Autowerbefilme gedreht. Für mich wurde hier das Café The Pelican zum zweiten Wohnzimmer, wo ich dank Steckdosen und Generator weiterarbeiten konnte. James lernte derweil die hohe Kunst der Surfbrett-Herstellung von seinem Vater Justin Healy, der diese hier für Surfer aus aller Welt herstellt.
Nach den Feiertagen nahmen wir die Garden Route 2.000 km bis in die Stadt Port Elizabeth, die inzwischen Gqueberha heißt. So veraltet und morbid PE, wie die Locals sie nennen, wirkt, so schön sind die Strände und Küsten­abschnitte ringsherum, und wir düsten die Sanddünen von Sardinia Beach mit einem selbstgebauten Sandboard hinab. Zudem ging es mit einem Geländewagen in den Addo Elephant Park, wo wir fröhlich gemusterte Buntböcke und struppige Warzenschweine sahen. Wir rumpelten tief ­ausgefurchte Sandstraßen entlang und entdeckten ein Wasserloch, an dem sich mindestens 25 Elefanten tummelten – wir waren hin und weg! Wir sahen Zebras, Büffel und unterschiedliche Böcke und schließlich sogar Löwinnen.
Digital Nomad Lifestyle, here we are!

Trecking Südafrika

 


Nina Winkler …

Nina Winkler… ist schon früher länger mit ihrem Sohn durch die Welt gereist
und hat dabei Jobs als Fitnesstrainerin wahrgenommen und Texte geschrieben.
In diesem Jahr machten beide u.a. auch Halt in Portugal und Österreich. Über ihre neuen Stationen als „Nina in Nomad Land“ berichten wir in unserer Winter-Ausgabe.

Photos: © Nina Winkler

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