SINGAPUR

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LEISURE

Bleisure wie Bali

“Bali hat sich über die Jahre sehr gewandelt. Aber die Bleisure-Götter haben auf der Insel sehr viel richtig gemacht.“ Kai Böcking

Fast drei Wochen war ich in Asien unterwegs, um in Ergänzung zu meinen Geschäftsterminen ein paar Bleisure geeignete Hotels zu recherchieren. Fünfmal drei Tage Bleisure. Die Reise führte nach Singapur, auf Bali, die Anambas Inseln und nach Langkawi in Malaysia. Jedes Ziel von Singapur aus in maximal drei Stunden erreichbar, Langkawi von Kuala Lumpur sogar nur eine Flugstunde entfernt. 

Eine besonderes Ziel war für mich Bali. Die „Insel der Götter“, das Sehnsuchtsziel vieler Urlauber, hat sich über die Jahre und in Teilen vom Backpacker-Paradies in eine Ferndestination mit Luxusflair gewandelt. Ein Zwei-Stunden-Flug von Singapur und ein kurzer Transfer ins Alila Villas in Uluwatu, und schon befindet sich der erholungsbedürftige Kai Boecking an der Poolbar des Alilia Villas UluwatuGeschäftsreisende im Paradies. Das Hotel, das mit einigen Designpreisen ausgezeichnet wurde, liegt malerisch auf einer Klippe hoch über dem Meer. Der erste Blick nach dem Betreten der modernen Lobby eröffnet einem die Magie dieses Platzes: Wasserbecken mit kleinen Wegen, rechts und links schneeweiße Gänge und geradeaus einer der schönsten Infinity Pools, den ich je gesehen habe.

Drei Tage auf fast 300 Quadratmeter

Kai Boecking in der Alila Villa in UluwatuWie der Name schon sagt, gibt es in diesem Alila Hotel nur Villen, die Gruppe hat noch zwei weitere Häuser auf Bali. Wir beziehen die „kleinste“ Kategorie: eine One Bedroom Villa mit eigenem uneinsehbaren Pool, Außenterrasse, Sonnenbett, gewaltigem Marmorbad und dunklen Holzmöbeln. 295 Quadratmeter groß! Alle Villen sind an einem Hügel über der Hotelanlage gelegen, der 24-Stunden-Butler-Service fährt uns jederzeit mit einem Golf Car hinunter an den Pool, zum Spa und die Restaurants und Bar. Die gesamte Hotel-Crew redet uns mit unseren Namen an, Rechnungen müssen nicht gegengezeichnet werden, Ausgaben landen diskret auf der Schlussrechnung. Hier wird der Gast verwöhnt – keine Sekunde fühle ich mich nicht auf Fünf-Sterne-Niveau willkommen.

Bar im Alila Villas Uluwatu

Frühstücken können wir entweder a la carte in der Villa oder im Restaurant Cire. Im Restaurant The Warung wird wiederum indonesische Küche mit den frischesten, lokalen Zutaten zubereitet – in der offenen Küche mit Blick auf den Pool. Wer mag, geht schon morgens mit dem Chefkoch auf den Markt und lernt in einem Kurs, echtes, indonesisches Curry auf dem flachen Steinmörser zu kochen. Aber das Hotel leistet sich noch ein drittes Restaurant: das kleine, feine Quila mit gerade einmal 20 Plätzen! Wer einen bekommt, den erwartet eine kulinarische Überraschungsreise. Das Menü, das Chefkoch Marc Lorés Panadés serviert, ist ein kulinarisches Rätsel in zwölf Gängen: überraschend, qualitativ einzigartig und jeden Cent wert. Unbedingt gleich mitbuchen! Und wenn man schon dabei ist, dann am besten auch gleich die Spa-Behandlung fixmachen: Wir leisten uns das Cliff Edga Spa Cabana Treatment, eine Doppelmassage in freier Natur mit Blick auf das Meer. Hier gleitet man bei sanftem Meeresrauschen in einen erholsamen Schlaf. Der reinste Frieden auf Erden.

Mitten im Regenwald

Regenwaldparadies Alila Ubud

Wer wiederum an die Verlängerung noch ein paar Tage Verlängerung anhängen möchte, der sollte sich vom Hotelshuttle ins eineinhalb Stunden entfernte Schwesterhotel Alila Ubud fahren lassen. Hier im hügeligen Regenwald Balis ist der Bleisure-Effekt komplett anders. Während das Alila in Uluwatu ein schickes Designerhotel ist, wird in den Bergen auf Natur gesetzt. Schon die Anfahrt ins Landesinnere Balis, vorbei an grünen Reisterrassen, üppiger Vegetation und vielen kleinen Dörfern ist Entschleunigung pur. Das Hotel selbst liegt hoch über einem Flusstal mitten im Wald. Kein weißer Tempel, sondern ein in die Natur gebautes Retreat, indem Nachhaltigkeit nicht nur ein Slogan ist: kein Plastik, viele lokale Produkte und die Wiederverwertung von Ressourcen. Empfangen wird man im Haupthaus, einer luftigen Holzpagode. Hier befindet sich auch das einzige Restaurant, das Plantation. Und über eine lange Steintreppe geht es zum Pool samt Bar – ein Infinity Pool mit Blick in ein grünes Flusstal. Da bleibt einem der Atem stehen.

Es gibt verschiedene Zimmer- und Villen-Kategorien. Mein Tipp: die Steinvillen versteckt im Wald. Innen behaglich mit Holz und Stein ausgestattet, großem Bad und Doppelbett. Außen eine große Terrasse mit einem ausladenden Daybed. Aber eine Warnung: nicht auf der Terrasse erschrecken – hier leben wilde Affen, die das Gebiet gerne als ihr Revier betrachten. Eigentlich sind sie harmlos, es soll aber schon vorgekommen sein, dass eine Affenfamilie in nicht verschlossenen Zimmern die Minibar ausgeräumt hat.

Walkway to heaven

Kai Böcing genießt das Alila UbudWer weniger Aufregung genießen will, ist in den Restaurants gut aufgehoben. Vor allem das Frühstück ist herausragend. Zum ersten Mal habe ich hier „Jamu Beras Kencu“ probiert. Die Balinesen schwören darauf: Reis, Kräuter, grüne Blätter – das Ganze warm! Es soll den Blutdruck senken, obwohl man das in diesem Paradies gar nicht braucht. Man ist sowieso entspannt.

Und als einzige Steigerung vom Loslassen offenbart sich dann nur noch der Gang über den „Walkway to heaven“, ein Steinweg, der zum Spa-Pavillion mit Blick auf den Fluss führt. Beim Rainforest Retreat zum Beispiel wird man einen halben Tag lang rundum „gepampert“, inklusive eines romantischen, gesunden Lunchs im flauschigen Bademantel.
Und wer das Paradies dann trotzdem noch verlassen will, dem liegen in der Nähe der berühmte Wassertempel und die gewaltigen Reisterrassen zu Füßen. Als perfekt organisierte Ausflüge vom Hotel.


Kai Böcking …

sprach noch Wochen später von dieser Reise mit einem “Hach” und begegnete den Unwegbarkeiten des Arbeitsalltags mit unverwüstlicher Entspanntheit. Bleisure macht süchtig? Eine Fortsetzung ist jedenfalls bereits angekündigt.

 

Auf einen Blick

Anreise:
Nach Bali fliegt man von Singapur zwei Stunden und ist in wenigen Minuten per Transfer im Alila Villas Uluwatu. Von hier aus sind es eineinhalb Stunden mit dem Hotelshuttle ins Alila Ubud im Landesinneren.

Hotels:
Das Alila Villas Uluwatu befindet sich auf einem Hügel mit Blick auf das Meer und ist 3,3 Kilometer vom Karma Beach und 9 Kilometer vom Tempel Luhur Uluwatu entfernt. Das Luxusresort verfügt ausschließlich über Villen mit ein bis drei Schlafzimmern, eigenem Pool und Esszimmer im Freien. Hinzu kommen zwei Restaurants, eine Terrasse an der Klippe, ein Außenpool, ein Spa, eine Bibliothek und ein Fitnesscenter mit Yogakursen.

Das Alila Ubud befindet sich mitten im Regenwald auf einem Hügel im Ayung River Valley und wurde als balinesisches Dorf entworfen. Das Resort liegt 8 Kilometer vom Palast von Ubud und 12 Kilometer vom Affenwald Ubud entfernt. Die Zimmer und Suiten verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse mit Talblick, ein Tagesbett und einen eigenen Pool. Darüber hinaus wartet das Resort mit einem Infinity Pool, einem Restaurant im Freien, einer Bar/Lounge, einem Spa, einer Kunstgalerie, Bibliothek und TV-Lounge auf.

Adresse:
Alila Villas Uluwatu, Jl Belimbing Sari, Banjar Tambiyak, Desa Pecatu 80364 Bali, Indonesia, +62 361 8482166, uluwatu@alilahotels.com

Alila Ubud, Desa, Melinggih Kelod, Payangan, Gianyar, Bali 80572, Indonesien, +62 361 975963, ubud@alilahotels.com

Fotos: © Kai Böcking, Alila Villas Uluwatu, Alila Ubud

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