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Hotel Bonusprogramm
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Hotel-Bonusprogramme passen sich Corona an

„Loyal in guten wie in schlechten Reisezeiten – im Gegensatz zu manchen Airlines, haben sich viele Hotel-Bonusprogramme vielreisenden-freundlich dem Corona-Jahr angepasst. Ein Überblick über die fünf grössten Anbieter, und der Start einer Serie.“ Ulf-Gunnar Switalski, Gründer von Upgrade Guru und Gastautor des Bleisure Traveller

Kostenloses Frühstück, Late Check-Out bis 16 Uhr oder ein Upgrade in die Suite im Wert von rund 1.000 Euro pro Nacht – viele Geschäftsreisende oder leidenschaftliche Bleisure Traveller haben sich an die kleinen und großen Annehmlichkeiten im Hotel längst gewöhnt. Loyalty heisst das Zauberwort, das viele Türen öffnet.

Erste Hotelprogramme in den 1980er Jahren gestartet

Bonusprogramme sind für die Kunden und Hoteliers wertvoll. Neu sind sie längst nicht mehr. IHG (InterContinental Hotels Group) und Marriott streiten ein wenig darüber, wer das erste Kundenbindungsprogramm aus der Taufe gehoben hat. Im Februar 1983 erblickte das Programm von Holiday Inn das Licht der Welt, und die Wettbewerber zogen im November nach. Da Holiday Inn aber nach drei Jahren pausierte, hat Marriott mit Bonvoy auf jeden Fall das längste aktive Programm auf dem Markt.

Mittlerweile gibt es keine wichtige Hotelkette mehr ohne Loyalitätsprogramm. Wie bei den Fluggesellschaften, wird dabei auch bei den Hotels zwischen Prämien- und Statuspunkten unterschieden. Mit Prämienpunkten kann man Hotelübernachtungen, Upgrades und Leistungen im Hotel oder besondere VIP-Erlebnisse wie Live-Konzerte oder Sport-Events gratis bekommen. Statuspunkte entscheiden darüber, wie wichtig der Gast dem Hotel schlussendlich wird.

Denn Loyalty-Programme bieten beiden Seiten Vorteile. Studien zeigen, dass zufriedene Mitglieder zum Ambassador der Marke werden. Sie machen das glaubwürdigere Marketing – und das kostenlos. Gerade Elite Member, also mit höherem Status, verbringen mehr Nächte, buchen dreimal öfter in den hoteleigenen Kanälen und machen im Durchschnitt 50 Prozent mehr Umsatz. Sie sind einfach profitabler. Und dafür wird der Kunde belohnt.

Trotz Corona den Status halten

Hotel Loyality ProgrammeIn diesem verrückten Travel-Jahr 2020 haben sich die Programme einiges einfallen lassen, um die Status-Kunden bei Laune zu halten. Alle haben den jeweiligen Status bis 2022 verlängert und den Verfall von Bonuspunkten ausgesetzt. Der IHG Rewards Club war der erste, der die Hürden für den Elite Status senkte. Marriott Bonvoy spendierte 50 Prozent Elite Status-Nächte. So konnte der Status gehalten oder ein höherer trotz weniger Nächte erreicht werden. Wyndham Rewards setzte die Anforderungen für den Status erheblich herab: Statt mit 40 Nächten bekommt der Kunden den Top-Status Diamond jetzt schon mit 24 Nächten. Auch Hilton Honors wird 2021 die erforderlichen Nächte oder Aufenthalte um die Hälfte senken. Außerdem zählen alle Nächte, die ein Mitglied 2020 bei Hilton verbracht hat, für die Qualifikation im nächsten Jahr mit.

Bevor man die Entscheidung trifft, ob und in welchem Hotelprogramm man sammelt, sollte ein selbstkritischer Blick auf das eigene Reiseverhalten geworfen werden. Die meisten Treueprogramme werden erst dann attraktiv, wenn man pro Jahr 25 oder mehr Nächte in Häusern der jeweiligen Kette schläft. Erreicht man diese Anzahl nicht, sind die zu erwartenden Vorteile meistens nicht der Mühe wert. Bei Hotelbuchungen gilt es daher abzuwägen, ob es sich wirklich lohnt, im jeweiligen Hotelprogramm zu sammeln, oder ob man sich für den Aufenthalt lieber Meilen in seinem Vielflieger oder Bonusprogramm gutschreiben lässt.
Und: Punkte und Statusvorteile gibt es in allen Hotelprogrammen nur, wenn direkt gebucht wird. Online, in der App oder telefonisch. Ausgeschlossen sind damit Buchungen über Portale wie Booking.com oder Hotels.com, diese haben aber mittlerweile meist eigene Loyalty Programme, die auch interessante Benefits bieten. Nachfolgend ein Überblick über die aktuellen Konditionen der fünf grössten Hotel-Bonusprogramme.

ALL Accor

Die Accor Hotels sind längst keine vornehmlich europäische Marke mehr. In den letzten Jahren haben sie ein gigantisches Wachstum auf mehr als 30 Marken vollzogen. Die Klassiker Novotel, Mercure, Ibis und Pullman treffen heute auf Raffles, Fairmont, Mama Shelter und 25hours. Für ein Loyalitätsprogramm also die besten Voraussetzungen.
Beim relativ neuen Programm ALL
(Accor Live Limitless) entfalten sich die Vorteile ab dem Gold Status mit mindestens 30 Nächten im Jahr: Begrüßungsdrink, Early-Check-In oder Late Check-Out und Upgrades in die nächsthöhere Zimmerkategorie. Mit Upgrades in die Suite ist ALL allerdings sehr knauserig. Als Platinum-Mitglied (60 Nächte) bekommt man bis zu zwölf Suite-Upgrades jährlich, abhängig von den gesammelten Punkten. Den Gold Status kann man sich auch kaufen: Er ist als Bonus in die Ibis Business Card inkludiert. ALL hat eine Double-Dip Partnerschaft mit KLM. Für Übernachtungen und Flüge wird man so doppelt belohnt.

Hilton Honors

Bei den amerikanischen Hilton Hotels (Hilton, Waldorf Astoria, Conrad, Curio, Homewood Suites etc.) wird es ab dem Gold Status interessant, mit kostenlosem Frühstück, Late-Check-Out und Upgrades in die nächstbeste Kategorie. Dafür werden 2021 nur zehn Aufenthalte oder 20 Nächte im Jahr benötigt. Den Gold Status bei Hilton Honors bekommt man in Deutschland automatisch auch mit der Hilton Honors-Kreditarte. Mit dieser kann man auch für alltägliche Ausgaben Punkte sammeln. Für das höchste Level Diamond benötigt man 2021 nur 30 Nächte oder 15 Stays. Dann winken auch bei Hilton Honors die begehrten Upgrades in die Suite.

IHG Rewards Club

Die InterContinental Hotel Group (IHG) ist weltweit mit Hotels vom Holiday Inn bis zu den Regent Hotels vertreten. Im Rewards Club wird es ab dem Platinum Status lohnenswert. Den gibt es normalerweise ab 50 Nächten im Jahr. Durch die Reisebeschränkungen ist die Hürde nun niedriger gesetzt. Ab 40 Nächten oder 40.000 Punkten im Jahr ist man Platinum und kommt in den Genuss eines Willkommensgeschenks, Late Check-Outs und Upgrades in die nächsthöhere Kategorie. IHG hat mit dem InterContinental Ambassador auch ein Programm, in dem man die Mitgliedschaft kaufen kann. Der Vorteil: Automatisch wird man auch Platinum Elite-Mitglied im Rewards Club und erhält zusätzlich eine freie Wochenendübernachtung. Roll-over-Nights machen den Status-Erhalt einfacher.

Marriott Bonvoy

Das Bonusprogramm von Marriott vereint nach der Übernahme von Starwood und dessen SPG-Programm 30 Hotelmarken. Als aktuell größte Hotelkette der Welt mit rund 1,2 Millionen Hotelzimmern in 122 Ländern gehören neben Marriott unter anderem Renaissance, St. Regis, AC Hotel, Courtyard, Moxy, W und Le Méridien zum Portfolio. Marriott Bonvoy bietet viele Vorteile beim Übernachten, Upgrades und kostenfreie Hotelaufenthalte ab 5.000 Punkten. Ab dem Platinum-Status (50 Übernachtungen im Jahr) wird Bonvoy höchst attraktiv. Mitglieder bekommen Late-Check-Out bis 16 Uhr, kostenloses Frühstück, Loungezugang und Upgrades in die Suite. Mit der Platin Status Challenge benötigt man nur 18 Nächte in 90 Tagen.

Wyndham Rewards

Wyndham zählt mehr als 9.000 Häuser weltweit mit Brands wie Ramada, Tryp, Wyndham und Super8. Als Mitglied bei Wyndham Rewards gibt es 10 Punkte pro ausgegebenem Dollar oder 1.000 Punkte pro Aufenthalt, je nachdem, welcher Wert höher ist. Ab dem Platinum Level winken Early Check-In und Late-Check Out. Als Diamond Mitglied gibt es Upgrades in die Suite. 2020 wird man schon nach neun Übernachtungen Platinum und nach 24 Diamond Member, statt üblicherweise 40 Übernachtungen. Ein Top-Vorteil: Übernachtungen, die in einem Jahr über der jeweils benötigten Statusqualifizierung liegen, werden ins nächste Jahr mitgenommen. Punkte einlösen kann man in mehr als 30.000 Hotels, Ferienclub-Resorts und Ferienwohnungen.


Ulf-Gunnar Switalski …

zählt Bleisure zu seinem Lebensmotto und beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit weltweiten Bonusprogrammen. Der vielreisende Autor des Buches „Umsonst in den Urlaub“ berichtet regelmäßig über die Welt von Punkten, Statusmeilen und Upgrades auf seiner Website upgradeguru.de. Gerade hat er auch mit Bonusmiles die Aktion Meilenzins gelauncht.

 Fotos: © iStock.com/Ildo Frazao, © iStock.com/AscentXMedia Frazao, iStock.com/sdecoret, iStock.com/phototechno

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